Rund die Hälfte aller Deutschen duschen täglich, von denen rund 45 Prozent besonders eine warme Dusche bevorzugen. Denn diese ist besonders wohltuend und entspannend.
Dabei hat aber eine kalte Dusche am Morgen viele gesundheitliche Vorteile, da die plötzliche Veränderung der Temperatur auf unterschiedliche Weise den Körper positiv beeinflusst. Auch als Warmduscher ist es daher ratsam, ab und zu eine kalte Dusche zu nehmen.
Damit du deiner Gesundheit und dir etwas Gutes tun kannst, erkläre ich dir hier, welche erstaunlichen Vorteile hinter einer kalten Dusche stecken.
Das sind die Vorteile!
1. Stärkung des Immunsystems
In erster Linie härtet kaltes Duschen deinen Körper ab, weshalb kaltes Wasser auch als natürliche Therapie angewendet wird. Denn Kältereize gelten als Stress, die damit zur Gewohnheit werden, während gleichzeitig dein Körper auf den Temperaturwechsel trainiert wird. Dementsprechend werden dir nasskalte Tage dadurch nicht mehr zu schaffen machen.
2. Unterstützung der Fettverbrennung
Eine kalte Dusche wirkt sich auch positiv auf dein Gewicht aus, denn die Kälte des Wassers kurbelt deine Fettverbrennung an 1Dies bestätigt diese Studie. Dies ist darauf zurückzuführen, dass dein Körper versucht, die Kälte auszugleichen und damit verstärkt Wärme produziert. Für diese Energie greift er auf deine Fettreserven zu.
3. Förderung der Durchblutung
Kalte Duschen fördern deine Durchblutung. Denn sobald dein Körper den Wärmeverlust des kalten Wassers wahrnimmt, schickt er verstärkt Blut in deine Haut. Dabei ziehen sich deine Gefäße während der kalten Dusche zusammen, um dem Wärmeverlust entgegenzuwirken. Nach der Dusche hingegen weiten sie sich wieder, um mit dem erhöhten Bluttransport die Haut zu erwärmen.
4. Vorbeugung von Krampfadern
Durch die eben beschriebene, zusammenziehende Wirkung wird auch gleichzeitig dein Bindegewebe gestrafft. Dabei wirst du auch einen positiven Effekt auf deine Venenwände wahrnehmen, wodurch du zusätzlich Krampfadern vorgebeugst2Das zeigt sich in dieser Studie . Denn diese entstehen, wenn deine Ventilklappen nicht mehr richtig schließen, was durch das Training für deine Blutgefäße vorbeugt wird.
5. Verringerung von Stress, Depressionen und Müdigkeit
Der Prozess, bei dem dein Körper den Wärmeverlust des kalten Wassers ausgleicht, stimuliert dein Gehirn, wodurch auch Depressionen vorgebeugt werden. Denn eine kalte Dusche löst einen Adrenalinschub aus, der dich gleichzeitig noch wach macht, Stress reduziert und sich positiv auf deine Stimmung auswirkt.
6. Verschönerung deiner Haut und Haare
Kaltes Wasser hat auch den Nebeneffekt, dass es für glänzendes Haar und schöne Haut sorgt. Denn, wenn du nachdem dem Ausspülen deiner Haare deine Kopfhaut mit kaltem Wasser abspülst, verschließt du damit die Schuppenschicht und deine Haarfollikel. Deshalb werden deine Haare mehr glänzen und gesünder aussehen.
Auch deine Haut profitiert vom kalten Wasser, da sensible Haut durch warmes Wasser zu Rötungen und trockene Stellen neigt. Wenn du deine Haut hingegen zum Ende mit lauwarmen oder kalten Wasser abspülst, werden sich deine Poren schließen, wodurch deine Haut Feuchtigkeit besser speichern kann. Dementsprechend wirst du ein verbessertes Hautbild bekommen.
So wird’s gemacht!
1. Die Vorstufe
Gewöhne zuerst dein Gesicht und deine Hände an kaltes Wasser. Dazu drehst du den Wasserhahn am Waschbecken ganz kalt und konfrontierst die beiden Körperstellen mit der Kälte. Sobald dies nicht mehr unangenehm, sondern erfrischend ist, hast du das Ziel erreicht.
2. Das Herantasten
Als nächstes kannst du deinen Körper an die kalte Dusche herantasten. Dafür duschst du ganz normal mit deiner gewohnten Temperatur. Nach einigen Minuten drehst du aber langsam das Wasser immer kälter. Mache das ganz langsam, sodass sich dein Körper nach und nach an die kalte Temperatur gewöhnen kann und es schlussendlich nicht mehr kälter geht. Dabei immer tief einatmen und ca. 1 Minute im kalten Wasser verweilen.
3. Der Kälteschock
Als nächstes kannst du dich an Kälteschock-Duschen gewöhnen. Dabei stellst du dich unter die Dusche und nach wenigen Sekunden drehst du den Wasserhahn komplett (und schnell!) auf die kälteste Stufe. Atme wieder tief ein und versuche 3 Minuten im kalten Wasser auszuhalten.
4. Das Kältebad als Zumutung
Nachdem du keine Probleme mehr mit einer kalten Dusche hast, füllst du eine Badewanne voll mit kaltem Wasser. Dabei gehst du langsam, zuerst sitzend hinein, bis du dich nach ca. 3 Minuten in die Badewanne legst. Versuche 20 Minuten im Wasser auszuhalten.
5. Dein Endgegner: das Eisbad
Wenn ein Kältebad keine Hürde mehr für dich ist, machst du dich an das Eisbad. Dafür füllst du die Badewanne wieder mit kaltem Wasser auf und ergänzt noch 1-2 Tüten Eiswürfel, die das kalte Leitungswasser auf ungefähr 4 Grad herunterkühlen. Etwas erträglicher wird es zum Beispiel mit einem Eukalyptus-Bad. Verweile hierbei ungefähr 5-10 Minuten im kalten Wasser. Dein Körper ist nun vollständig abgehärtet!
Diese sechs Vorteile sollten dich davon überzeugen, öfter kalt zu duschen oder dich zu mindestens am Ende mit kaltem Wasser kurz abzuspülen! Dein Körper wird es dir danken und du wirst spätestens nach wenigen Wochen ein verbessertes Lebensgefühl feststellen.